Wespenschutz
Leben und leben lassen...

...dieses Motto charakerisiert bei den Feuerwehen im Kreis Offenbach ein erfolgreiches Konzept zum Artenschutz für Hautflügler
Zu den Hautflüglern zählen, neben den Familien der Ameisen, die Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen
Die Anzahl geeigneter Biotope nimmt leider auch für diese Tiergruppen fortwährend ab.
Waren früher noch genügend natürliche Lebensräume vorhanden, so wird die Landschaft heute zunehmend versiegelt. Die Folge ist, dass die Tiere vermehrt auf den Siedlungsraum des Menschen ausweichen. Somit treibt Wohnungsnot und keine geeigneten Nistmöglichkeiten Wespenvölker immer wieder in die Nähe des Menschen. Hier sind sie durch die Unwissenheit des Menschen stark gefährdet.
Zwar ist der Fleiß der Bienen sprichwörtlich, ihr Nutzen altbekannt. Aber nur wenige Menschen wissen um die Bedeutung von Hummeln, Wildbienen und Wespen im Naturhaushalt. Im Gegensatz zu den Honigbienen fliegen sie auch bei kühleren Temperaturen und bestäuben somit bereits im zeitigen Frühjahr Obstbäume, Sträucher und Blumen. Bei der Brutpflege verfüttern die Familien der Wespen große Mengen eiweißreicher Beuteinsekten und sind somit ein wichtiges Regulativ bei der Vermehrung von Schadinsekten.
Spätestens wenn eine Wespenkönigin im Frühjahr zur Nestgründungszeit keine geeigneten Nistplätze (Baumhöhlen, verlassene Mäuse- oder Maulwurfsbauten) findet, werden oft Unterkünfte in menschlicher Nähe besiedelt. Hier werden dann Nistplätze wie Hohlräume in- und an Häusern (z.B. Zwischendecken, Rollladenkästen, unter Dächern, Gartenlauben usw.) besiedelt.
Ab jetzt sind Konflikte mit besorgten Bürgerinnen und Bürgern vorprogrammiert. Obwohl von den verrufenen Untermietern kaum eine Gefahr ausgeht, möchten sie die meisten Betroffenen so schnell wie möglich wieder loswerden. Hartnäckig halten sich spektakuläre Vorurteile, und fast jeder kann mit eigenen Erlebnissen aufwarten, um die Angriffslust der stachelbewehrten Insekten zu dokumentieren. In der Hauptsaison Juni - August steht das Telefon bei Feuerwehren, Umweltämtern, Wespenberatern und Imkern nicht mehr still. Besondere Angst herrscht bei den Betroffenen im Umgang mit Hornissen.
Deshalb werden die an sich friedlichen Tiere oft unerbittlich bekämpft, ihre Nester zerstört und ausgeräuchert. Meist reichen aber einfache Verhaltensregeln im Nestbereich aus, um ein Zusammenleben von Mensch und Tier zu ermöglichen.

Im Kreis Offenbach gibt es mittlerweile gut ausgebildete Wespenberater und Umsiedler, die sich aus Feuerwehren, Naturschutzverbänden und aus anderen Organisationen zusammensetzen.
Diese Fachleute helfen Ihnen gerne bei Bienen-, Hummel-, Wespen- und Honissenproblemen weiter und stehen in den Sommermontaten allen Bürgerinnen und Bürgern mit Rat und Tat zur Seite.
Für weitere Informationen wenden Sie sich vertrauensvoll an den Fachdienst Umwelt, der Kreisverwaltung in Dietzenbach oder Ihr örtliches Umweltamt. Hier erhalten Sie auf Anfrage kostenlos Informationsmaterial und Broschüren oder wählen Sie sich im Internet z.B. unter www.aktion-wesepenschutz.de ein.

Hornissendrohn auf einem Weißdorn Hornissendrohn auf Kinderhand
Hornisse mit erbeuteter Wespe Mittlere Wespe in einem Feuerdorn

Gemeine Wespe an Bekleidung Gemeine Wespe in einem Rollladenkasten

Umsiedlung eines Wespennestes Umsiedlung eines Hornissennestes
Die Aufnahmen sind Urheberrechtlich geschützt.
© www.aktion-wespenschutz.de




